Die deutsche Polizei zwischen 1935 und 1945

Nach der Machtübernahme Hitlers gingen die Hoheitsrechte der Länder mit Gesetz am 30.01.1934 auf die Behörden des deutschen Reiches über. Das Tragen der Reichskokarde und der Hoheitsabzeichen an den Polizeiuniformen wurde zur Pflicht. Ab dem Jahr 1936 wurde in Deutschland eine einheitliche Polizeiuniform eingeführt die lediglich Unterschiede an Biesen und Aufschlägen (weinrot Schutzpolizei der Gemeinden, grün Schutzpolizei des Reiches, orange Gendarmerie) aufwies. Damit war das Tragen spezifischer sächsischer Polizeieffekten zunächst beendet.


linker Kragenspiegel für Unterführerdienstgrade, links Schutzpolizei der Gemeinden, mittig Schutzpolizei des Reiches, rechts Gendarmerie

einheitliches Mützenabzeichen für Mannschaften, Unterführer und Offiziere, Links erste Ausführung bis 1936, rechts zweite Ausführung von 1936 bis 1945.


Mützenabzeichen Landwacht. Dieses Mützenabzeichen wurde nur durch verantwortliche Gendarmerie-offiziere an der  Mütze getragen. Die Landwacht war eine zivile Hilfspolizei die in ländlichen Gebieten die Arbeit der Gendarmerie unterstützte und dieser unterstand. Meist wurde sie durch Armbinden bzw. durch dieses Abzeichen kenntlich gemacht, das dann an der Kleidung getagen wurde.       

Schulterstücke für einen Leutnant der Schutzpolizei des Reiches, darunter Kragenspiegel für Offiziere der Schutzpolizei des Reiches in sogenannter "feldgrauer" Ausführung (25.06.1936 bis 08.05.1945) 

Kragenspiegel für Offiziere der Schutzpolizei des Reiches (außer Stabsoffiziere beim Hauptamt der Ordnungspolizei), darunter Schulterstücke für einen Hauptmann der Schutzpolizei des Reiches - beides getragen vom 25.06.1936 bis zum 08.05.1945


Schulterstücke für einen Zahnarzt im Rang eines Leutnants der Schutzpolizei des Reiches, so getragen vom 25.06.1936 bis zum 12.05.1942 - oben in feldgrauer, unten in normaler Ausführung


Schulterstück für einen Oberstleutnant der Schutzpolizei des Reiches, so getragen vom 25.06.1936 bis 08.05.1945, darunter rechter Kragenspiegel eines Veterinäroffiziers der Schutzpolizei des Reiches (Tragezeit 15.06.1936 - 12.05.1942)


              Schaukasten mit Polizeieffekten u.a. aus der Zeit von 1936 - 1945


Schulterstück eines Revierleutnants der Gendarmerie, zwischen dem feldgrauen Schulterstück und dem Besatztuch in oranger Waffenfarbe liegt braunes Abzeichentuch

Tschako für Mannschaften und Unterführer der Schutzpolizei des Reiches


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Schirmmütze für Mannschaften und Unterführer der Feuerlöschpolizei in der Trageweise ab 1936 (Sammlung Mirko Morgenstern).




Waffenrock für eine Haupttruppmann der Feuerlöschpolizei um 1942. Zeittypisch das karmesinrote Ärmelschild. Das Laufbahnabzeichen am linken Ärmel weist den Haupttruppmann als Maschinisten und Kraftfahrer aus (Sammlung Mirko Morgenstern).

Schulterstück für einen Wachtmeister der Feuerlöschpolizei, Kragenspiegel für Mannschaften der Feuerlöschpolizei.


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Dienstauszeichnungen "Für Treue Dienste in der Polizei", links für acht, rechts für achtzehn Jahre Treue Dienste

Dienstauszeichnung "Für 25 Jahre Treue Dienste in der Polizei" in der Ausführung nach dem sog. 57´er Ordensgesetz

Eine weitere Waffenfarbe gibt es für die Wasserschutzpolizei, die Farbe gelb. Links das Schulterstück eines Oberleutnants, rechts das Schulterstück eines Meisters.

In der Uniform der Gemeindepolizei zeigt dieses Bild den Meister der Gemeindepolizei Walter Scherzer aus Zschopau. Scherzer trägt als Meister an der Mütze eine Offizierskordel, die Kragenspiegel sind auf Grund des hochgeschlossenen Mantels nicht zu erkennen. Charakteristisch auch der Offizierssäbel mit Polizeiportepee.


Schulterstücke Meister der Schutzpolizei der Gemeinden mit weinroter Besatztuchunterlage zum Einnähen.